Schloss Rochow
Rochow-Museum Reckahn

Zweiter Raum - Rochow als Agrarreformer

Friedrich Eberhard von Rochow gehörte nach Übernahme der Gutsherrschaft von seinem Vater Friedrich Wilhelm von Rochow 1760 bis zu seinem Tode 1805 zu jenen Landadligen, die frühzeitig den Zusammenhang von Rationalisierung der landwirtschaftlichen Produktion und der Verbesserung der Bildung der Landbevölkerung erkannten. Als erster Direktor der 1791 von ihm mitbegründeten Märkischen Ökonomischen Gesellschaft zu Potsdam war Rochow maßgeblich an der Verbesserung der Agrarstruktur und des Untertanenrechts bereits 40 Jahre vor den preußischen Reformen beteiligt.

Raumfoto: Heike Schulze, 2011

Als erster Direktor der 1791 begründeten Märkischen Ökonomischen Gesellschaft zu Potsdam nutzte Rochow dieses Podium zur Popularisierung seiner volksaufklärerischen Vorstellungen. Durch Vorlesungen, Stiftungen von Preisgeldern und Veröffentlichungen wurden die ca. 200 ordentlichen und 115 korrespondierenden bzw. Ehren-Mitglieder über Rochows ökonomische Erfahrungen und Initiativen informiert. Die Märkische Ökonomische Gesellschaft war Teil eines umfassenden europäischen Netzwerkes der Aufklärung, mit dem die Entdeckung von Volk, Erziehung und Ökonomie in ihren personellen
und institutionellen Wechselwirkungen verbunden war.

Mit dem Ziel der Volksaufklärung verfasste Rochow - direkt an die Bauern gewandt - seine "Märkischen Bauerngespräche", die als Kalendergeschichten erschienen. Die „Märkische[n] Bauern-Gespräche“ zeigen sein Bemühen,
die Themen der gemeinnützig-ökonomischen Aufklärung als „Stoff zum Denken“ in dialogischen Lehr-Lerngesprächen unter Landleuten zu popularisieren.

Zu den Märkischen Bauerngesprächen