Schloss Rochow
Rochow-Museum Reckahn

Sonderausstellungen des Rochow-Museums

2015

Wasser für Arkadien: Landschaftsentwicklung um Schloss Reckahn zwischen Urstromtal, Planeflüsschen und Vogelschutzgebiet

Sonderausstellung des Rochow-Museums vom 6. Juni bis 1. November 2015 

Wasser begleitet die menschliche Geschichte und gehört zum Leben eines jeden Menschen. Die Sonderausstellung erkundete erstmalig den Kulturraum, die Landschaft und die Bedeutung des Wassers um Schloss Reckahn. Im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg e.V. 2015 „gestalten-nutzen-bewahren“ präsentierte das Rochow-Museum erstmals Geschichte und Zukunft der Kulturlandschaft um Schloss Reckahn. Dabei stand die Bedeutung des Baruther Urstromtal sowie der Lebensader Wasser (das Planeflüsschen) für die Landschaftsentwicklung seit dem 18. Jahrhundert im Mittelpunkt.

Vielseitige Exponate und Bilddokumente, Kunstwerke sowie ein botanischer Spaziergang erschlossen Zugänge zu Ästhetik, Kultivierung und Geschichte der Landschaft. Aktuelle Entwicklungsperspektiven wurden u.a. durch die Fotos des international bekannten Vogel- und Naturfotografen Thomas Krumenacker verdeutlicht: Die Reckahner Teiche als bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel und Brutplatz für ca. 160 Vogelarten. Im Eingangsbereich des Rochow-Museums wurden Videos aus der H2O-Serie des US-amerikanischen Medienkünstlers Ira Schneider zu sehen, die künstlerisch das Thema reflektieren.

2013

  • Foto: Andreas Wolff, Frey Aichele Team Berlin.

„Die Sehnsucht nach Anerkennung - Kinderrechte in Geschichte und Gegenwart“ Sonderausstellung im Rochow-Museum Reckahn vom 24. Mai bis 27. Oktober 2013, verlängert bis 10. November 2013

Die Sonderausstellung wurde am 24. Mai 2013 durch den Ministerpräsidenten von Brandenburg, Matthias Platzeck, im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Themenjahres von Kulturland Brandenburg e.V. »spiel und ernst – ernst und spiel. kindheit in brandenburg« eröffnet.

Kinder haben Rechte und sehnen sich nach ihrer Anerkennung. Diese Einsicht gewinnt in unserem und in anderen Teilen der Welt an Bedeutung. Die Reckahner Ausstellung widmet sich erstmals der Anerkennung der Kinderrechte in historischer und aktueller Perspektive. Facettenreich wird das Thema Kinderechte inszeniert und erklärt. Einblicke in die jahrhundertelange Vorgeschichte der Kinderrechte, in die Beschlüsse zu den Kinderrechten im 20. Jahrhundert und in die Biografien der Personen, die sich für die Kinderrechtskonvention eingesetzt haben, werden ermöglicht. Die Bedeutung von wichtigen Aspekten des Kinderlebens wie Spiel, Kinderkulturen, Bildung, Gewalt, Kinderarbeit, Partizipation und Inklusion werden anschaulich präsentiert. Die Sehnsucht der Kinder nach Anerkennung, die Realisierung der Kinderrechte und die Mängel an Realisierung werden sichtbar gemacht. Die Ausstellung ist sowohl lokal als auch global orientiert, sie eröffnet Perspektiven in den Alltag der Kinder in Deutschland und in anderen Teilen der Welt.

Die Ausstellung umfasst zwei Teile: Im Reckahner Schlosspark werden interaktive Installationen präsentiert. Im Obergeschoss des Rochow-Museums werden vielseitige Exponate gezeigt: aktuelle und historische Kunstwerke (zum Beispiel eindrucksvolle Gemälde und Skulpturen, u.a. vom Barock über Aufklärung, Romantik und Fin de Siècle bis zum 20. und 21. Jahrhundert), informative Dokumente (zum Beispiel einzigartige Fotografien und anschauliche Grafiken zu verschiedenen Lebenslagen heutiger Kinder) und spannende Artefakte (zum Beispiel außergewöhnliche Spielzeuge aus Zimbabwe).

Die ergänzenden Angebote und museumspädagogischen Veranstaltungen umfassen ein umfangreiches Begleitbuch, Führungen für Kinder und Erwachsene (auf Anfrage), Projekttage für Schulklassen (auf Anfrage), eine Veranstaltung zum Thema „Schuldisziplin im 19. Jahrhundert“ (2.6.2013), eine Vorlesung für Kinder zum Thema „Kinderrechte“ (26.9.2013), eine Veranstaltung für Kinder: „Wortbaukasten. Geschichten selbst zusammenbauen“ (26.10.2013) und die Internationale Konferenz „Kinderrechte und die Qualität pädagogischer Beziehungen“ (3. bis 5.10.2013, http://paed-beziehung-2013.com).

Weitere Informationen zu den Begleitveranstaltungen hier.

Hören Sie hier den Radiobeitrag "NP - Kultur aktuell - Kinderrechte Ausstellung Reckahn" von Andrea Handels.

Veranstaltungsort: Rochow-Museum im Schloss Reckahn, Reckahner Dorfstraße 27, 14797 Kloster Lehnin / Ortsteil Reckahn, Tel.: 03 38 35 / 6 06 7.

Öffnungszeiten: Di bis Fr und So von 10 bis 17 Uhr, Sa von 10 bis 18 Uh.

Eintritt: Spende

Projektträger: Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e. V. an der Universität Potsdam

Idee, wissenschaftliche Konzeption und Herausgabe des Begleitbuches: Prof. Dr. Lothar Krappmann, Prof. Dr. Waltraut Kerber-Ganse, Prof. Dr. Annedore Prengel, Prof. Dr. Hanno Schmitt

Ausstellungsgestaltung, -konzeption und -grafik: Frey Aichele Team, Berlin (http://www.frey-aichele.de)

Leihgeber: Deutsches Institut für Menschenrechte Berlin, Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn, Makista e.V. - Bildung für Kinderrechte und Demokratie Frankfurt, Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte, Stiftung Stadtmuseum Berlin, UNICEF, Private Leihgeber

Förderung: Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2013

»spiel und ernst – ernst und spiel. kindheit in brandenburg«

Kulturland Brandenburg 2013 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Matthias Platzeck.

Kulturland Brandenburg 2013 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen.

Mit freundlicher Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg

Weiterhin wurden Ausstellung und Begleitbuch finanziell gefördert durch:

Landkreis Potsdam Mittelmark, Ernst von Siemens Kunststiftung, Erneuerbare Energienstiftung Kloster Lehnin,  Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam, Forschungsgruppe Modellprojekte e.V.

2012

Jean Jacques Rousseau. Visionär – Multitalent – Geächteter

14.08.12 bis 11.11.12 - verlängert bis 09. Dezember 2012

Die Exposition ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg e.V. „Kommt zur Vernunft. Friedrich der Zweite von Preuszen.“ Diese Ausstellung passe wunderbar zu dem Toleranz-Gedanken Friedrichs des Großen, sagte der Kurator der Ausstellung Prof. Dr. Hanno Schmitt.

Anlass der Ausstellung ist der 300. Geburtstag Rousseaus. Außerdem erschienen 1762, also vor 250 Jahren, Rousseaus Erziehungsroman "Emile oder über die Erziehung" und der "Contract social". Beide Werke zählen zur Weltliteratur. Als in Paris und Genf beide Bücher konfisziert und verbrannt wurden, bat Rousseau – von Haft bedroht – Friedrich den Großen erfolgreich um Asyl.

Die bis zum 09. Dezember 2012 geöffnete Ausstellung in Reckahn widmet sich als einzige Ausstellung in Deutschland den faszinierenden Inspirationen und Widersprüchen des europäischen Multitalents.

Die Ausstellung in Reckahn widmet sich den faszinierenden Inspirationen und Widersprüchen des europäischen Multitalents. In sieben Bereichen werden Rousseaus Lebensstationen, sein Verhältnis zu Friedrich dem Großen, seine zentralen Werke, die Bedeutung der Botanik und  der Musik im Leben von Rousseau sowie sein Mythos und seine Verehrer in Deutschland vorgestellt. Neben der Nachbildung des Wörlitzer Rousseau-Denkmals präsentiert die Ausstellung Originalausgaben zentraler Werke Rousseaus wie den Erziehungsroman Emile, den Contract social, den Briefroman Julie oder Die neue Héloïse und eine seltene französische Gesamtausgabe der Schriften Rousseaus in 41 Bänden (Paris 1793). Unter den präsentierten historischen Drucken befindet sich die seltene Gegenschrift zu  Rousseaus berühmten Contract social, der Anti-contract social (1765) von Pierre Louis de Beauclairs. Das Werk stammt aus der Bibliothek Friedrich des Großen und ist mit dem eigenhändigen handschriftlichen Monogramm auf dem Titel „F.R.“ gekennzeichnet. Die Ausstellung zeigt zudem 20 verschiedene Porträts von Jean Jacques Rousseau aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie eine neu angefertigte Porträtbüste Rousseaus von der Künstlerin Karin Bohrmann (Grebenstein). Hörstationen mit Ausschnitten aus der Rousseau-Korrespondenz, zeitgenössischen Bemerkungen und Kompositionen Rousseaus ergänzen den Rundgang.

2010

Treue - Tugend - Eigenständigkeit. Schloss Reckahn als geselliger Treffpunkt aufgeklärter Frauen.

31.08.10 bis 12.12.10

Die Sonderausstellung ›Tugend Treue Eigenständigkeit. Schloss Reckahn als geselliger Treffpunkt aufgeklärter Frauen‹ eröffnet neue Einblicke auf die Vielfalt des geselligen Lebens in Reckahn und auf die Gastgeberin Christiane Louise von Rochow. Als Gutsherrin und Vorsteherin von Schloss Reckahn führte Christiane Louise ein gastfreundliches Haus für viele hundert Besucher, Tisch- und Übernachtungsgäste. Die Bildungsinitiativen ihres Mannes Friedrich Eberhard von Rochow hat sie eigenständig unterstützt. Außerdem unternahm sie zahlreiche Reisen und unterhielt einen besonderen Kreis von Frauen. Die Exposition widmet sich ausgewählten adligen und bürgerlichen Frauenpersönlichkeiten, die Reckahn im 18. Jahrhundert besucht haben. Sie dokumentiert das große Interesse dieser Frauen an der Reckahner philanthropischen Musterschule und präsentiert deren individuellen Lebensentwürfe und eigenständigen Projekte.

Neben der Gastgeberin, Gutsherrin und Vorsteherin von Schloss Reckahn
Christiane Louise von Rochow, geb. von Bose (1734 –1808), werden
weitere acht Frauen vorgestellt:

die Landesmutter der Grafschaft Lippe Casimire Gräfin zur Lippe,
geb. Prinzessin von Anhalt-Dessau (1749 –1778)

die deutschbaltische Dichterin und Schriftstellerin Elisa von der Recke,
geb. Reichsgräfin von Medem (1754 –1833)

die außergewöhnlich eigenständige Agrarreformerin und Gutsherrin
Helene Charlotte von Friedland, geb. von Lestwitz (1754 –1803)

die Fürstin Louise Henriette Wilhelmine von Anhalt-Dessau,
geb. Prinzessin von Brandenburg-Schwedt (1750 –1811)

die gebildete und fromme Dichterin Polyxene Christiane Auguste
Büsching, geb. Dilthey (1728 –1777)

die Malerin und Predigerfrau Suzette (Susanne) Henry, geb. Chodowiecki
(1763 –1819)

die pädagogische Schriftstellerin und Dichterin Caroline Rudolphi
(1753 –1811)

die Gartengestalterin und philosophischen Schriftstellerin Johanna
Margarethe Christina (gen. Tina) Gräfin von Brühl, geb. von
Schleierweber (1756 –1816)

Die Ausstellung mit wertvollen Leihgaben aus ganz Deutschland wird
ergänzt durch ein umfangreiches Begleitprogramm und eine
Buchpublikation über die genannten Frauen.

2008

Anmut und Klugheit. Christiane Louise von Rochow starb vor 200 Jahren

Christiane Louise von Rochow, geb. von Bose, wurde am 1. Mai 1734 in Weißenfels geboren und starb am 19. Mai 1808 in Berlin. Ihre letzte Ruhestätte fand sie an der Seite ihres Ehemannes Friedrich Eberhard von Rochow (1734–1805) auf dem Neuen Friedhof in Reckahn. Sie wirkte über 40 Jahre als aufgeklärte Gutsherrin und Initiatorin pädagogischer Projekte. Gemeinsam mit ihrem Mann bewirtschaftete sie die Güter und bewirtete hunderte von Gästen aus Deutschland und Europa. Eine vergleichbar interessante historische Frauengestalt aus dem 18. Jahrhundert ist bisher in unserer Region nicht bekannt.

Bis zur Vorbereitung der Sonderausstellung aus Anlass des 200.Todesjahres wusste man kaum etwas über Herkunft, Bildung und Persönlichkeit von Christiane Louise von Rochow. Wer war Christiane Louise? Aus welchen Verhältnissen kam sie? Wie und wann lernte sie Friedrich Eberhard von Rochow kennen? Wie kleidete sich Christiane Louise und womit beschäftigte sie sich? Wie hat das Gutsherrenpaar in Reckahn, Brandenburg, Berlin und Halberstadt gelebt? Welche Kontakte pflegten sie? Welche Reisen haben sie unternommen?

In der Sonderausstellung des Rochow-Museums werden neueste Erkenntnisse und Forschungen zu einer bisher unbekannten weiblichen Persönlichkeit der Region Brandenburg museal präsentiert. Durch wertvolle Leihgaben aus ganz Deutschland wird die Lebenswelt einer zweifellos bedeutenden, gebildeten und modernen adligen Frau aus dem Zeitalter der Aufklärung veranschaulicht.

Projektträger
Förderverein Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche Forschung e.V. an der Universität Potsdam Die Ausstellung wird gefördert mit Mitteln der ›Jugend-, Kultur-, Sport- und Sozialstiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse
in Potsdam‹. Weitere Unterstützung erhielt das Projekt durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark, die Brandenburgische Schlösser GmbH, den Förderverein ›Historisches Reckahn‹ e.V., den Freundeskreis des Rochow-Museums und ehrenamtliche Helfer.

Begleitbuch
›Anmut und Klugheit. Christiane Louise von Rochow starb vor 200 Jahren‹, hrsg. von Hanno Schmitt, Anke Lindemann-Stark und Silke Siebrecht unter Mitarbeit von Johanna Goldbeck. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen im Museumsshop des Rochow Museums in Reckahn erhältlich (kann auch zugeschickt werden). Neben der ersten Biographie zu Christiane Louise von Rochow enthält das Begleitbuch ihr bisher unveröffentlichtes Testament sowie Texte zur Entstehungsgeschichte ihrer wiederentdeckten Portraits. Der Nachweis des bisher unbekannten Potsdamer Malers Franz Hillner (1745–1808), dem die Portraits von Christiane Louise und Friedrich Eberhard von Rochow eindeutig zugeschrieben werden können, wird vervollständigt durch weitere Texte zur Geschichte der Mode im 18. Jahrhundert.

Ausstellungsort
Rochow-Museum im Herrenhaus Reckahn·Reckahner Dorfstraße 27

Öffnungszeiten
bis 31. Oktober Di–Fr und So 10–17 Uhr·Sa 10–18 Uhr
ab 1. November Di–So 10–16 Uhr
Führungen nach Anmeldung

Eintritt
Erwachsene 2 Euro; Kinder, Jugendliche und Studenten frei

Anmut und Klugheit. Christiane Louise von Rochow starb vor 200 Jahren. Sonderausstellung im Rochow-Museum Reckahn vom 28. September bis 14. Dezember 2008.

2006

Schloss Reckahn. Geschichte & Erinnerungen 1946-2006

Schloss Reckahn. Geschichte & Erinnerungen 1946-2006
Ausstellung zum fünfjährigen Bestehen des Rochow-Museums im Schloss Reckahn.

Aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Rochow-Museums im Schloss Reckahn werden die Nutzungsgeschichte des Hauses mit ihren Facetten des Erinnerns und die Entwicklung des Rochow-Museums exemplarisch vorgestellt. Die Ausstellung präsentiert historische Dokumente und wertvolle Leihgaben. In der Computerpräsentation sind schriftliche Quellen sowie Ton- und Bilddokumente aufbereitet.

 

Das Schloss (Herrenhaus) Reckahn wurde 1729 durch Friedrich Wilhelm von Rochow und Friederike Eberhardine errichtet. Es war Wohn- und Wirkungsstätte des aufgeklärten Gutsherrn Friedrich Eberhard von Rochow und seiner Frau Christiane Louise. Bis zur Enteignung 1945 nutzten und gestalteten Mitglieder der Familie von Rochow Haus und Güter.
Im September 1946 wurde Schloss Reckahn zur Zentralschule für Reckahn, Krahne und Göttin, später zur Polytechnischen Oberschule mit über 300 Schülern. Mit dem Bau der neuen Schule in Golzow wurde Schloss Reckahn 1981 Teiloberschule, bis 1996 Filiale der Grundschule Golzow.
Kurz nach Eröffnung der Schule gab es Überlegungen zu einer schulgeschichtlichen Sammlung in Erinnerung an Friedrich Eberhard von Rochow. In Vorbereitung auf den 250. Geburtstag des aufgeklärten Gutsherrn 1984 entstand eine Gedenkstätte im Schloss Reckahn.
Durch Initiative des ehemaligen Lehrers Otto Günther Beckmann entwickelte sich daraus 1992 das Schulmuseum Reckahn.
Ende der 90er Jahre fällt die Entscheidung zur zukünftigen Nutzung von Schloss Reckahn: Ein Museum zu Leben und Werk des ehemaligen Gutsherrn von Rochow. Heute präsentiert sich Schloss Reckahn als Rochow-Museum sowie Tagungs- und Kulturzentrum in ländlicher Region.

Idee und Konzeption:
Silke Siebrecht, M.A. (Leiterin der Reckahner Museen), Prof. Dr. Hanno Schmitt (Universität Potsdam), PD Dr. Frank Tosch (Universität Potsdam)
Ausstellungsgestaltung: Frey Aichele Team, Berlin
Ausstellungsbau: Frey Aichele Team
Die Ausstellung wurde gefördert durch:
Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche Forschung e.V. an der Universität Potsdam, Verein Historisches Reckahn e. V., Dagmar von Rochow-Litscher und Bernhard Litscher (Genf), Geschäftsführer der Brandenburgischen Schlösser GmbH, Dr. Wolfgang Illert, und ehrenamtliche Helfer
Leihgeber: Christine von Below (Geltow), Hanno Schmitt (Potsdam), Dagmar von Rochow-Litscher (Genf), Marie-Louise Götz (Berlin), Archiv Schulmuseum Reckahn, Gerd Frey (Berlin), Familie Melzer (Dessau), Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität Berlin, Johanniterordenszentrum (Berlin), Jeanette Goldmann (Brandenburg)

2005

Wiederentdeckte Kostbarkeiten. Der Reckahner Salon im Rochowjahr

Christiane Louise, geb. von Bose (1734 –1808), Künstler unbekannt, Öl auf Leinwand, 1794. Leihgeber: Familie Freiherr von der Recke, Foto: Bernd Kuhnert 2005.
Friedrich Eberhard von Rochow (1734 –1805), Künstler unbekannt, Öl auf Leinwand, 1794. Leihgeber: Familie Freiherr von der Recke, Foto: Bernd Kuhnert 2005.
Kabinettausstellung im Rochow-Museum Reckahn vom 16. Mai bis 25. September 2005

Friedrich Eberhard von Rochow (1734-1805) starb am 16. Mai 1805 in Reckahn und wurde auf dem von ihm neu erbauten Friedhof begraben. 200 Jahre später, Pfingstmontag, am 16. Mai 2005, wird in Reckahn das Rochowjahr eröffnet. Die Kabinettausstellung „Wiederentdeckte Kostbarkeiten. Der Reckahner Salon in Rochowjahr“ bildet den Auftakt zu diesem Jubiläum. Im Mittelpunkt der Exposition stehen bisher gänzlich unbekannte Porträts des aufgeklärten Gutsherrn Friedrich Eberhard von Rochow, seiner Frau Christiane Louise, geborene von Bose (1734-1808) und seiner Schwester Sophia Dorothea von der Reck (1721-1757). Ergänzt wird die Ausstellung mit einem unbekannten Autographen des Gutsherrn, Schmuck und Porzellan aus Familienbesitz sowie der Johanniterordenskleidung.
Der Reckahner Salon im Rochowjahr schließt an den Sprachgebrauch im 18. Jahrhundert an. Ursprünglich war damit ein abgeschlossener Raum, ein Empfangs- und Besuchszimmer für ein ausgesuchtes interessiertes Publikum gemeint.

Projektträger:
Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche Forschung e. V. an der Universität Potsdam

Mit freundlicher Unterstützung der Familie Freiherr von der Recke, der Stiftung „Kinderfreund – Victoria D. von Rochow-Litscher“, des Familienverbandes von Rochow, des Johanniterordens Berlin, des Trägervereins Historisches Reckahn e. V., des Freundeskreises und ehrenamtlicher Helfer.

Begleitbuch
„Wiederentdeckte Kostbarkeiten. Der Reckahner Salon im Rochowjahr“,
hrsg. von Hanno Schmitt und Silke Siebrecht. 28 Seiten, 20, z. T. großformatigen Farbabbildungen, ISBN 3-9809752-1-5, 7,50 € im Museumsshop Reckahn. Neben neuen Erkenntnisse über die Persönlichkeit des Gutsherrn und seiner Frau enthält das Beibuch die aussagekräftigste Quelle zu Rochows Persönlichkeit und Biographie. Der äußerst seltene Text von Heinrich Gottlieb Zerrenner wird erstmals seit 200 Jahren wieder abgedruckt.

Öffnungszeiten: Di bis Fr und So von 10 bis 17 Uhr, Sa von 10 bis 18 Uhr
Führungen nach Anmeldung
Eintritt: Spende

2004

Leben, Lust und Tod in Gärten um 1800

Ausstellungseröffnung am 28. August 2004, Dauer: September bis Ende November 2004
Mercier, Philippe ( 1689-1760): Galante Gesellschaft, 68 x 61 cm, Stiftung Schloss und Park Benrath.
Blick in den Tempelraum. Foto: Thilo Mössner
Mädchenkopf aus den Spiegelsbergen bei Halberstadt [Lautenspielerin, Sandsteinkopf], 18. Jahrhundert. Foto: Thilo Mössner
"Die Kinder des Bankiers Bendemann" von Friedrich Georg Weitsch, Öl auf Leinwand 1802. Foto: Thilo Mössner
Betrachtungssärglein, J. H. Falter, Stiftung Stadtmuseum Berlin, 1742. Foto: Thilo Mössner
Stammbuchblatt „Der Freundschaft geweiht“ [um 1840], handkolorierter Kupferstich, Spielzeug- und Kinderkultur Sammlung Scholtz Knobloch, Wunstorf. Foto: Thilo Mössner
Zwei Glockenkratere, Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin, Sammlungen, um 330/ 320 v. Chr. und um 410 v. Chr. Foto: Thilo Mössner

Im 18. Jahrhundert wird der „natürliche“ landschaftliche Garten stilbildend. Er beruht auf einem veränderten Verhältnis der Menschen zur Natur und Landschaft. Als eine der ersten Landesverschönerungen im „englischen Geschmack“ auf dem Kontinent entstand das Wörlitzer Gartenreich - ein bis heute existierendes aufgeklärtes Gesamtkunstwerk. Der spielerischen Lebenslust der Gartenfeste standen Melancholie, Trauer und Gedenken über die Vergänglichkeit des Lebens und den eigenen Tod gegenüber. Aufgeklärte Land- und Gartenbesitzer wie Friedrich Eberhard von Rochow (1734-1805) versuchten mit Blick auf den Wörlitzer Landschaftsgarten, die ökonomische Verbesserung ihrer Gutsherrschaft mit dem Wunsch nach einem heiteren und kultivierten Leben in der Natur zu verbinden. Die Sonderausstellung behandelt die mythologischen, kultur- und bildungsgeschichtlichen Zusammenhänge von Leben, Lust und Tod in Gärten um 1800. Über 70 Leihgaben aus ganz Deutschland (Gemälde, Kupferstiche, Porzellan, Schmuck und Kraters) werden präsentiert. Es erscheint ein gleichnamiges Begleitbuch.

Projektträger: Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche Forschung an der Universität Potsdam e.V.
Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg durch den Fonds neue Länder der kulturstiftung des bundes und den Landkreis Potsdam-Mittelmark.
Unterstützt von der Universität Potsdam, dem Förderverein Historisches Reckahn e.V. und der Familie von Rochow-Litscher, Genf.

2002

Eine Oase des Glücks. Der romantische Blick auf Kinder

vom 31.08. bis 01.12.2002 im Rochow-Museum
Bild: Eingangssituation der Ausstellung

Die Ausstellung setzt sich mit der besonderen Beziehung der Romantik zur Welt des Kindes auseinander.
Glückserfahrungen mit Kindern werden bis zur Gegenwart romantisch erfahren. Das heutige Bild vom Kind hat eine wesentliche geschichtliche Wurzel in der Epoche der Romantik. In dem sich um 1800 herausbildenden romantischen Blick auf Kinder wird das Kind als schöpferisches Wesen sichtbar: Das Kind als vollkommenes menschliches Wesen, seiner selbst nicht bewusst, lebt in einer Welt des Spiels, der schöpferischen Phantasie und der erfüllten Gegenwart. Kinder sind für die Romantiker göttliche und heilige Wesen, die ihre individuellen Anlagen möglichst ungehindert und selbständig entfalten müssen.

Anhand von ausgewählten Skulpturen, Gemälden, Meissner Porzellan, Büchern, Kinderschmuck und etwas Spielzeug erzählt die Exposition von dem besonderen Blick der Künstler dieser Zeit auf Kinder und Kindheit.