Schloss Rochow
Rochow-Museum Reckahn

Präsentationen regionaler Künstler

2011

 

"Links und rechts der Havel" - Malerei und Grafik von Wieland Röde (Potsdam), Ausstellung im Schloss Reckahn vom 20. März bis 15. Mai 2011.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Werken des Potsdamer Malers. Lassen Sie sich einladen zu einer Reise durch bekannte und unbekannte Landschaften, Städte und Dörfer links und rechts der Havel.

Informationen zur Ausstellungen finden Sie auch auf dem Flyer.

Eintritt: frei, Informationen unter Tel.: (033835) 60672.

2010

„Menschen in Brandenburg. Malerei – Graphik – Plastik. Bodo Henke". Verkaufsausstellung des Künstlers aus Brandenburg an der Havel, 25. April bis 13. Juni, Schloss Reckahn 

Bodo Henke, anfänglich als Kunsterzieher tätig, zählt heute zu den Bekanntheiten des Brandenburger Kunstraums. Studienreisen führten ihn von Spanien, Italien, London bis nach Moskau und St. Petersburg. Die intensive Beschäftigung mit der Plastik seit 1980 erweiterte das künstlerische Repertoire von Bodo Henke wesentlich. Schwerpunkt seiner künstlerischen Auseinandersetzung war und ist der Mensch und die Beziehung zu ihm.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark und das Kul­turmanagement der Stadt Brandenburg an der Havel. 

Das Plakat zur Ausstellung können Sie hier einsehen.

2009

Kunstausstellung "SehSchule" von Harald Weber im Schloss Reckahn vom 7. Juli bis 25. Oktober 2009

Sehen ist des Malers Arbeit. Die Annahme, sehen könne jeder, nur mit den Malkünsten hapere es hier und da, ist ein Irrtum. Das „innere Auge“ bestimmt, welche Bedeutung diese oder jene Flächen und Farben, die sich auf der Netzhaut abbilden, für uns haben. Das innere Bild in ein reales zu verwandeln, ist harte Arbeit, erfordert ein Sehenlernen. Der Malprozess beginnt bereits im Kopf beim „Zusammenstellen“ dessen, was wir über die Motive, deren Farben und Flächen wissen. Aber das Wissen ist eine Seite, das Tun, das „Ermalen“ eine andere. Erst das Machen, der physische Malprozess zeigt uns, dass das, was wir darstellen wollen, oft mit ganz anderen Mitteln zu erreichen ist, als wir es uns gedacht haben. Oder andersherum: das Malen selbst führt uns zum bildnerischen Sehen. Sich diesem Prozess anzuvertrauen, vorgefertigtes Wissen fallen zu lassen und Neues zu erfahren, ist wichtig. Man kann es sich vielleicht vorstellen als ständiges Vergleichen zwischen dem inneren Bild, dem realen und dem zu ermalenden Blatt. Virtuosität allein, sozusagen ohne das innere Auge, ist hier nicht gefragt. Das eine korrigiert das andere und lässt damit Arbeiten entstehen, die Prozesse sichtbar machen und dem Betrachter weit mehr mitteilen als nur das Dargestellte… (zitiert aus dem Vorwort des Geburtstags-Katalogs, Autor: Joachim Lettow)

Lebensdaten von Harald Weber:
geboren am 30.10.1958 in Rostock
seit 1978 Teilnahme an zahlreichen Akt- und Malkursen, Pleinairs u.a. bei Jürgen Weber, Manfred Zoller in Rostock und seit langen Jahren bei Wulff Sailer in Berlin
Studienaufenthalte in der Sächsischen Schweiz, in Italien und in der Schweiz
seit 1982 als Restaurator bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Sanssouci tätig

Weitere Informationen erhalten Sie in den sich per Mausklick öffnenden PDF-Dateien auf der Postkarte zur Kunstausstellung SehSchule und dem Plakat zur Kunstausstellung SehSchule

Kunstausstellung „Jahreszeiten“ von Ilona Peters vom 05. April 2009 bis 21. Juni 2009 im Herrenhaus Reckahn

Am Sonntag, dem 5. April 2009, um 16 Uhr wird die Kunstausstellung „Jahreszeiten“ im Herrenhaus Reckahn eröffnet.
Ilona Peters aus Dippmannsdorf präsentiert eine Auswahl ihrer Werke und eröffnet damit die diesjährige Ausstellungsreihe mit regionale Künstlern. Bis zum 21. Juni 2009 besteht die Möglichkeit, die „Jahreszeiten“ mit den Augen der Künstlerin zu sehen und mit einem Ausflug in die Umgebung von Reckahn zu verbinden.
Informationen zum Gesamtwerk der Künstlerin finden Sie auf der Internetseite unter www.ilo-pe.de
Die Werke von Ilona Peters stehen zum Verkauf. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Weitere Informationen erhalten Sie im Rochow-Museum unter Tel.: (033835) 60672.

2008

Eisvogel, fotografiert von T. Krumenacker

Sonderausstellung „Fasziniernede Entdeckungen In Reckahn - Ornithologische Fotografien von Thomas Krumenacker“

Am Sonntag, dem 4. Mai 2008, wird eine Sonderausstellung mit Fotografien von Thomas Krumenacker eröffnet. Unter dem Titel „Faszinierende Entdeckungen in Reckahn“ präsentiert der Berliner Fotograf und Vogelkundler ganz besondere Porträts von gut 20 seltenen Vogelarten, die an den Reckahner Fischteichen beheimatet sind oder sich zeitweise dort aufhalten. Die Sonderausstellung läuft bis 31. August 2008. Der Eintritt ist frei. Die Teiche haben sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Ort für die Vogelbeobachtung in Brandenburg entwickelt. Das Ensemble aus Teichen mit relativ „wilden“ Uferbereichen, den anliegenden Waldgebieten und der Umgebung mit landwirtschaftlicher Nutzung machen diese Region zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Vogelarten. So sind sie eines der letzten Brutgebiete der bedrohten Rohrdommel. Auf 20 Hektar Fläche finden vor allem Wat- und Wasservögel zwischen April und Spätherbst optimale Bedingungen vor, um auf ihren viele Tausend Kilometer langen Zugwegen aus den nordischen Brutgebieten in die südlichen Winterquartiere zu rasten und sich Nahrungsreserven anzufressen. Allein im vergangenen Jahr rasteten an den Reckahner Fischteichen bis zu 3.000 Kiebitze. Überregionale Bedeutung hat das Gebiet für Watvögel wie Waldwasserläufer, Kampfläufer, Alpenstrand-, Zwergstrand-, und Dunkle Wasserläufer sowie für Schwimmenten wie Krick-, Knäk- und Löffelenten, die in den ufernahen Krautschichten ideale Nahrungsgründe finden. Die Flachwasserzone ist ein Magnet für seltene Rallen, wie Wasserralle und Tüpfelsumpfhuhn. Der Fotograf Thomas Krumenacker, Jahrgang 1965, lebt und arbeitet seit vielen Jahren als Journalist in Berlin. Er begann bereits als Kind mit dem Beobachten von Vögeln und vertiefte seine Kenntnisse auf zahlreichen ornithologischen Reisen durch Europa und den Nahen Osten. Seit etwa zehn Jahren bildet die Vogelfotografie den Schwerpunkt seines Engagements. Zuletzt verbrachte er bis Mitte April drei Monate für Recherchen über einen vogelkundlichen Reiseführer in Israel. Die Fotoserie über die Reckahner Teiche entstand in mehreren Wochen während des Spätsommers 2007, teilweise aus einem am Schilfrand aufgestellten Tarnzelt, in dem der Fotograf insgesamt mehr als 100 Stunden verbrachte.

2007

J. Rudolphi, Selbstportrait

Kunstausstellung „Johannes Rudolphi (1877-1950) und seine Familie“

Am Sonntag, dem 8. Juli 2007, um 16 Uhr wird im Rochow-Museum im Schloss Reckahn eine neue Kunstausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Im Beisein von Familienmitgliedern wird die Exposition „Johannes Rudolphi (1877-1950) und seine Familie“ eröffnet. In Kooperation mit der Galerie Barthelmess & Wischnewski aus Berlin sind über 30 Ölgemälde des Landschaftsmalers Johannes Rudolphi (1877-1950), Porzellan-Malerei und Ölbilder seiner Frau Margarete Rudolphi (1879-1954) und über 20 Aquarelle und Zeichnungen des Sohnes Wolfram Rudolphi (1906-1992) zu sehen. Motive dieser ungewöhnlichen Künstlerfamilie aus Berlin waren vor allem die Landschaften der Mark Brandenburg sowie Potsdam und Berlin. Ein Großteil der ausgestellten Werke steht zum Verkauf. Die Exposition läuft bis zum 28. Oktober 2007. Johannes Rudolphi (1877-1950) wurde am 5. Oktober 1877 in Potsdam geboren. Sein Studium nahm er an der Münchner Akademie im Jahr 1897 auf. München war berühmt für seine vitale Kunstszene, die Studenten aus ganz Europa anzog. 1899 entschloss sich Johannes Rudolphi, Landschaftsmaler zu wer­den und die figürliche Malerei ganz aufzugeben. Er sah sich als Maler der bislang als „spröde“ und im Allgemeinen als kaum darstellenswert charakterisierten Mark Branden­burg. So kehrte Rudolphi im Jahr 1900 zurück, um sein Studium an der Berliner Akademie zu beenden. 1903 ließ er sich als freischaffender Künstler in Berlin-Schlachtensee nieder, wo er bis zu seinem Tode im Jahr 1950 lebte und arbeitete. Rudolphis bevorzugte Motive waren die Seen in und um Potsdam und Berlin, aber auch die weiten märkischen Landschaften, die er in zahlreichen Gemälden, in ständig variierenden Lichtstimmungen und ihren jahreszeitlichen Veränderungen festhielt. Seit der Künstler 1905 einige Gemälde mit großem Erfolg auf der Großen Berliner Kunstausstellung gezeigt hatte, zählte er zu den bekannteren Berliner Landschaftsmalern, die auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus geschätzt wurden. Ein großes Verdienst des Künst­lers war die Adaption des französischen Impres­sionismus für die hiesige Malerei. Rudolphi be­gnügte sich keineswegs damit, diese neuartige Sehweise in der Malerei nur für sich zu übernehmen. Er übersetzte diesen in Frankreich entstandenen Stil gemeinsam mit weiteren Berliner Künstlern in die Formen- und Farbsprache der hiesigen Kunst. Johannes Rudolphi gehört zur Genera­tion jener Maler, die den Impressio­nismus nicht nur als „modernen, ausländi­schen Malstil“, sondern als zutiefst eigene Kunstauffassung verstanden.

Wilder Mohn

„Lebens Freude“ Kunstausstellung mit Werken von Marion Nohse

Schloss Reckahn vom 26. März bis 28. Mai 2007

Die Brandenburger Malerin Marion Nohse präsentiert ihre farbenfrohen Werke in Acryl und Pastell im Foyer und Saal des Hauses. Das Rochow-Museum setzt damit seine Ausstellungsreihe mit regionalen Künstlern und Laien fort. Marion Nohse wurde 1952 in Brandenburg geboren. Die ausgebildete Finanzkauffrau begann Ende der 90er Jahre aktiv mit der Malerei. Ihre bisherigen Ausstellungen führten sie nach Brandenburg, Lehnin, Bergfelde und Wittenberg.

2006

Manfred Pechstein (Rathenow)

Kunstausstellung „Welt der Farbe“ Aquarelle von Manfred Pechstein (Rathenow)

2. April -25. Juli, Rochow-Museum (Herrenhaus)


Die ausgestellten Werke stehen zum Verkauf
Infos: (033835) 60672

Weitere Informationen finden Sie auf der Postkarte in der hier zu öffnenden PDF-Datei, sowie im hier zu öffnenden Zeitungsartikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 25.04.06.

Postkarte zur Ausstellung "Welt der Farbe"
Artikel aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 25.04.06

2005

Hanna Ott, fotografiert von Lorenz Kienzle, 2005
Das Atelier von Hanna Ott, Foto
"Tafelbilder"
„Zweige“
"Tischbeine"
"Streifenbilder"
„ZwischenWegBild“

 

"Z w i s c h e n r ä u m e" Bild-Werke von Hanna Ott

Foyerausstellung vom 23.10. bis 10.12.2005
Vernissage am Samstag, 22. Oktober 2005, 18 Uhr im Rahmen der ersten Museumsnacht des Landkreises Potsdam-Mittelmark unter dem Motto „Feuer und Flamme für unsere Museen“

Zur Künstlerin:
Hanna Ott ist 1959 geboren, lebt und arbeitet in Berlin (D) und Brömsebro (S)
Ausbildung: Diplom in Visueller Kommunikation (Hochschule für Gestaltung Offenbach), Kunstakademie in Frankfurt am Main. Ateliers in Berlin und Brömsebro (S),
Freiberuflich tätig in der Erwachsenenbildung

Hanna Ott zur Ausstellung und Entstehung ihrer Werke:

„Bild-Werke

Die hand-werkliche Qualität spielt beim Entstehungsprozess meiner Bilder eine wichtige Rolle. Die eigene Herstellung der Leinwand, die Verbindung und zu-Bereitung von Materialien und Stoffen zu einem Werk wird zum Mal-Grund im doppelten Sinn.
Die Zwischenräume sind im räumlichen, aber auch im zeitlichen Sinne gemeint. Zum einen ist der Titel eine Anspielung auf die räumlichen Spannung, die zwischen meinen Lebensräumen Berlin und Brömsebro in Schweden besteht. Zum anderen bezieht er sich auf den Bildraum, die weiße Leinwand, die in den jüngeren Bildern offen gelassen ist. Ein drittes ist der Raum zwischen den als mehrteiligen Bildreihe gedachten Tafelbildern, die zwar allein stehen können, aber ebenso als Dyptichon oder Tryptichon denkbar sind.

Werke - eine kleine Einführung in die Technik der slow-art

Voraussetzung fürs Malen schaffen: Ich beginne mit dem Aufspannen des rohen, unbehandelten Tuches auf den Keilrahmen. Die Befestigung geschieht auf der Rückseite des Keilrahmens.
Dann bereite ich die Grundierung vor: der Leim wird vorgequollen, gewärmt, mit Kreide und Weißpigmenten angerührt. In mehren Umgängen werden zwei bis drei Schichten auf das Maltuch aufgetragen. Währenddessen läuft der rohe Stoff ein, d.h. er zieht sich beim Trocknen zusammen und es entsteht eine Spannung des Maltuches, die nur auf diese handwerkliche Weise zu erreichen ist. Mit einem fertigen, vorgestrichenen Tuch, das grundiert und trocken auf dem Keilrahmen befestigt wird, kann ich diese gleichmäßige Oberflächenspannung nicht herstellen. Eine handwerklich grundierte ‘Leinwand’ erkennt man daran, dass nur die Oberfläche grundiert ist, nicht aber die Seiten, auf denen weiterhin der ‘rohe’ Stoff zu sehen ist.

Bilder entstehen

Ich beginne mit einem Kohlestrich oder einer Farbe oder ich grenze eine Fläche mit Maskierungsband ab. Ich wähle ein Farbpigment, ein Bindemittel. Eitempera, Öl, Leim, je nachdem, ob ich eine transparente oder gesättigte Farbe haben möchte. [...]. Schritt um Schritt trete ich in einen fortwährenden Dialog mit dem, was auf der Leinwand sich abspielt. [...].

Die Stilleben und Tafelbilder der Jahre 2000 - 2003.

Ich würde die Bilder nicht gegenständlich nennen, auch wenn sie an Gegenstände erinnern. Es ging mir darum, ihre Ausstrahlung aufzufangen, sie zu beantworten und ihnen darin eine sichtbare Form zu geben. Um einen kunsttheoretischen Allgemeinplatz zu wiederholen: Das Bild ist ein Werk-in-sich, kein Abbild. Es ist, wenn man so will, eher eine Vision des Verursachers - der Malenden, die mit dem Material ‘spielt’ und daran arbeitet, dem Stoff auf den Grund zu gehen - seine Möglichkeiten zu erforschen, aber dabei seinen Charakter bestehen lässt, ihn respektiert.
In diesem Verständnis ist eines der Materialien im Prozess natürlicherweise auch die Malende, ich selbst. Ich selbst bin im Dialog mit den Dingen, der Leinwand, den Farben ebenso ein (menschliches, seelisch/geistiges) Material mit eigenem, besonderen Charakter und Plastizität.

Die Tafel-Bilder der Jahre 2000 bis 2003 sind sehr dicht, konzentriert. Sie sind im Berliner Atelier entstanden. Im Großtadtgewimmel, in der Flut der Eindrücke, Menschen, Situationen, Geräusche, Gerüche... Überfluss an Möglichkeiten, an Herausforderungen, Verkehrsstress, Konsumdruck, Entfernungen - immer gibt es irgendein kulturelles Angebot, das mich lockt, aber das ich verpasse, weil es auch noch so viel verpflichtendes zu tun gibt, weil ich hungrig oder müde bin. Immer gibt es Dinge, die ich kaufen könnte, Cafés und Kneipen, in denen ich Zeit verbringen könnte, immer gibt es einen Film, den ich noch nicht gesehen habe.
Fast alles verlangt nach Aufmerksamkeit. In Berlin muss ich mich sehr auf meine künstlerische Arbeit konzentrieren. Das Atelier ist da der Raum , in dem ich mich meine Aufmerksamkeit fokussieren kann. Hier gibt es eine von mir geschaffene, überschaubare Ordnung. Die Dinge die sich hier befinden, stehen in einer besonderen Beziehung zu mir und vice versa. Wir verbringen eine gemeinsame Zeit miteinander, die Gegenstände altern, verändern sich, genau wie ich selbst. Ich gebe ihnen eine bestimmte Ordnung, setze sie in Beziehungen zueinander - deren Spannung dann den Funken zündet, den Impuls freisetzt, der zu einem neuen Bildansatz führt.

Raumbilder und Streifenbilder

Mit meinen Aufenthalten in Schweden begannen sich die Bilder zu verändern . Die Landschaft, das Meer, der weite Himmel, die Farben und Klänge, die Holzhäuser mit ihrer charakteristischen senkrechten Rhythmik der Holzverkleidung beeinflussen meine Wahrnehmung von Raum als in der Stadt. Ich erlebe alles im Kontrast zu Berlin. Das Licht ist anders, ich erlebe es auch anders, weil ich mehr draußen bin. Selbst drinnen zu sein, fühlt sich anders an. In meinem schwedischen Haus sind die Wände für Geräusche, Luft und Temperatur durchlässig. Das Haus atmet, gleicht sich dem außen an, wird Teil der umgebenden Landschaft.
In meinen Bildern ab 2004 beginnt diese Erfahrung sichtbar zu werden - auch sie verlangen nach mehr Luft und Raum, den ich ihnen mit der Offenlassung von Teilflächen, durch Belassen von Teilen der weißen Leinwand einräume. Die Streifenbilder stehen für Rhythmen und Klänge von Landschaft und Stadt. Fotografische Elemente nehmen einen weiteren Außenaspekt mit hinein.

Zwischenräume

In Berlin muss ich mit meiner Energie haushalten, [...] damit ich meine Dinge tun kann. In Schweden ist es genau umgekehrt: Hier fließt die Energie von außen, zu mir nach innen.

Befriedigend ist es für mich, wenn sich die beiden Formen des Energieflusses ergänzen wie Ebbe und Flut - meine Zeit in Berlin, meine Zeit in Schweden. Zu Hause fühle ich mich in beiden Welten. In der Stadt, in der Landschaft, auf der Reise zwischen den beiden Sprachen, zwischen den beiden Räumen. Inzwischen.“


Hanna Ott, im Oktober 2005

Schulmuseum und Barockkirche in Reckahn, Öl auf Hartfaser,1998.
Heinz-Günter Mikalo in seinem Atelier in Wachow

"Märkische Landschaften und Stillleben" Werke von Heinz-Günter Mikalo

Ausstellungseröffnung am 26. Februar 2005 um 16 Uhr im Schloss Reckahn
Ausstellungsdauer vom 27. Februar bis 3. April 2005

Der 1934 in Berlin geborene Kunsterzieher Heinz-Günter Mikalo fängt die besondere märkische Landschaft auf seine Weise ein. Dörfer, Felder, Baumriesen, Blumenstilleben, Stadtansichten und die Nordsee sind Themen des Malers.

Ausgangspunkt für die Reckahner Foyer-Ausstellung ist das Mikalo-Gemälde „Der Lehrer Bruns“. Es hängt im Schulmuseum Reckahn und zeigt den Reckahner Landschullehrer Heinrich Julius Bruns (1746-1794) umringt von Kindern und Eltern. Im Hintergrund ist das historische Schulhaus (1773) und das Herrenhaus (1729) zu erkennen. Entstanden ist das Gemälde anlässlich des 250. Geburtstages Friedrich Eberhard von Rochows 1984.
In der aktuellen Ausstellung werden u.a. weitere Ansichten des Dorfes Reckahn zu sehen sein. Eine kleine Auflage von Linoldrucken mit Reckahn-Motiv stehen zum Verkauf. Die Ausstellung ist bis zum 3. April 2005 im Obergeschoss von Schloss Reckahn zu sehen.

2003

Eingang zur Ausstellung
Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor des Museum Folkwang in Essen und der Künstler Andrzej Nowacki beim Ausstellungsrundgang

"Im Quadrat – Die inneren Klänge einer geometrischen Welt"

Papierarbeiten und Reliefs von Andrzej Nowacki

Sonderausstellung im Rochow-Museum Reckahn vom 22. Juni bis 28. September 2003 in Kooperation mit dem Nationalmuseum Stettin

Andrzej Nowacki gehört zu den interessantesten Malern der polnischen abstrakten Kunst. Seine heutigen – immer quadratischen – Arbeiten sind „lyrische Variationen des Konstruktivismus“ und vermitteln die nimmermüde Suche nach Vollkommenheit.

Andrzej Nowacki ist 1953 in Rabka bei Krakau geboren, studierte Skandinavistik an der Universität Göteborg sowie Sprachwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck. Seit 1981 lebt und arbeitet er in Deutschland, in den letzten Jahren auch in Krakau und New York. Im November 2001 bekam Andrzej Nowacki einen Preis für sein Gesamtwerk von der Pollock-Krasner-Foundation in New York. Er hat u.a. in Berlin, Krakau, New York, Stockholm und Warschau ausgestellt.